Plattform “Verwaiste Eltern”: Online-Jahres-Symposium

UPDATE 13.05.2022
Veranstaltungshinweis
Ich freue mich, dass ich als Referentin zum Online-Jahres-Symposium der Plattform “Verwaiste Eltern”, Katholische Kirche Kärnten, eingeladen bin. Die geplante Online-Veranstaltung am 14. Mai 2022 wird auf den 08. Oktober verlegt. Das Symposium wird als Präsenzveranstaltung in 9020 Klagenfurt/Österreich stattfinden.

Alle Infos zu Programm, Kosten und Anmeldung siehe: Flyer Online-Jahres-Symposium


„Wenn dein Kind stirbt, zerfetzt es dein Herz, zersplittert deine Welt …“
Wie kann aus diesem Wundgebiet etwas Neues entstehen?

Mit dieser Frage setzt sich Kerstin Hau auseinander. Vor zehn Jahren erlebten ihr Mann und sie das plötzliche Sterben und den Tod ihres einzigen Kindes: Ihr dreijähriger Sohn Charlie erleidet früh morgens einen kardiogenen Schock aufgrund einer bis dahin nicht diagnostizierten Herzmuskelentzündung. Einen Tag später stirbt er auf der Intensivstation. Ein traumatisches Ereignis für die Eltern – und der Beginn einer Suche.

Kerstin Hau nimmt uns mit ins Davor, Danach und Dazwischen. Sie erzählt von ihrem Erleben, der Trauer, dem Prozess der Veränderung und Neuwerdung. Vom Zerbrechen, Zusammensetzen und Aufstehen, von heimatlosen Träumen und einer Liebe ohne Gegenüber. Vom Aufbau einer neuen Welt und einem geflickten Herzen. Dabei geht sie auf die Fragen ein: Wie fühlt es sich an, das eigene Kind durch den Tod zu verlieren? Wie lebt es sich nach dem Verlust und mit den Warum-Fragen? Eine Mutter, ein Vater ohne Kind – Wer bin ich ohne dich? Wo bist du? Wann wird der Wundschmerz erträglich? Was hilft? Was nicht? Wie schaffen wir es, ein Paar zu bleiben? Wie werden wir wieder glücklich?

Der Tod des eigenen Kindes reißt ein Kraterloch ins Herz und in die Biographie der Eltern (und möglicher Geschwister). Das bis dahin vertraute Familienleben hört auf zu existieren. Ein anderes ist (lange) nicht in Sicht. Kerstin Hau nimmt uns mit in ihre Welt und zeigt anhand ihrer eigenen Geschichte auf, wie ein neues Leben gelingen kann.

Der Vortrag richtet sich an betroffene Familienangehörige, an Interessierte – und alle, die einen Einblick in den individuellen Weg eines trauernden Paares vom Tag des traumatischen Verlusts bis zum Heute nachspüren wollen.

Quelle: Flyer Plattform “Verwaiste Eltern”

Weitere Infos:
Plattform “Verwaiste Eltern”
Veranstaltungen Katholische Kirche Kärnten

Interview über Trauer

“WIE KANN ES DEN ELTERN GELINGEN, NACH DEM TOD EINES KINDES WIEDER ZURÜCK INS LEBEN ZU FINDEN?”, fragt Julia Langeneder, Redakteurin “Welt der Frauen“.

Für die aktuelle Ausgabe der österreichischen Frauenzeitschrift sprach sie darüber mit Astrid Panger und mir. Astrid Panger ist Leiterin des Referats Trauerpastoral in der Katholischen Kirche Kärnten und der Plattform „verwaiste Eltern“. Sie erzählt von ihren Erfahrungen mit trauernden Eltern. Als Mutter eines toten Sohnes erzähle ich von meinem Erleben.

Die inhaltlich gehaltvolle Zeitschrift mit der Kurzversion des Interviews kann hier bestellt werden. Die Langversion des Interviews ist hier veröffentlicht.

Vielen Dank an Julia Langeneder und Astrid Panger für das freundliche, wertschätzende und intensive Gespräch!

Empfehlung: Was bleibt, ist Licht

Was bleibt ist Licht

Was bleibt, ist Licht” von Melanie Garanin hat mich bereits auf der Buchmesse begeistert. Heute brachte es mir der nette DHL Mitarbeiter. Zerbrechlich-kraftvoll-dunkel-hell-tieftraurig-leuchtendzart. Ein schmales Buch, trauerschwer, voll Liebe. Ich bin ganz berührt von der Komposition aus wenigen Worten und bezaubernden, kerzentragenden Tieren. Das Buch ist ein Geschenk – in mehrfacher Hinsicht. Von Herzen DANKE, liebe Melanie!

Was bleibt ist Licht
Was bleibt ist Licht
Was bleibt ist Licht

Melanie Garanin
Was bleibt, ist Licht
Ein Trostbuch
Erschienen am 25.10.2021 bei arsEdition
ISBN: 978-3-8458-4350-6

NILS ist da!

Melanie Garanins autobiographische Graphic-Novel “NILS” ist erschienen.
Eine Herzensempfehlung!
Spätestens nach diesem Video ein Muss: https://www.youtube.com/watch?v=tn2YwvD2jHg

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
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Mehr über die Entstehung des Buches auf https://www.carlsen.de/comic/nils-eine-graphic-novel-über-tod-und-wut-und-von-mut

Originale von und Workshop mit Julie Völk

Die Nürnberger Buchhandlung Pelzner stellt vom 01.-28. Februar 2020 Bilder von Julie Völk aus. Sie zeigt unter anderem Originale aus unserem Bilderbuch Das Dunkle und das Helle!

Zudem findet am 07. Februar 2020 um 20 Uhr ein Workshop mit Julie statt und Buchhändlerin Doris Müller-Höreth referiert über die “Pädagogische Arbeit mit Bilderbüchern und anderen Medien zum Thema Tod, Trauer, Abschied”.
Die Teilnahme kostet 10 Euro.
Weitere Informationen unter: https://www.buecher-pelzner.de

Quelle Text: Buchhandlung Pelzner unter https://www.buecher-pelzner.de/aktuell/julie-völk.htm, abger. am 01.02.2020

Worldwide Candle Lighting

Ein Licht für Charlie und all die anderen Himmelskinder.
Danke, liebe Melanie, für Deine Kerzentiere!

Wer mehr über die Kerzentiere und ihre Schöpferin wissen will – hier geht’s zu Melanie Garanins Blog.

Hintergrund
Weltgedenktag für alle verstorbenen Kinder
Alle Jahre wieder erstrahlen am zweiten Sonntag im Dezember, also heute, Kerzen in den Fenstern dieser Welt. Rund um den Globus leuchten sie um 19:00 Uhr für alle Kinder, die gestorben sind. Zeitzone um Zeitzone erlöschen Lichter, werden neue entzündet. Diese Welle aus Licht und Liebe fließt innerhalb von 24 Stunden einmal um die ganze Welt. Jede Kerze erinnert an diese Kinder und daran, dass sie das Leben ihrer Familien erhellt haben. “Wir denken jeden Tag an Dich. Wir werden Dich immer lieben und nie vergessen.”

Jedes Jahr sterben in Deutschland tausende Kinder und junge Erwachsene, weltweit sind es um ein Vielfaches mehr. Und überall bleiben trauernde Eltern, Geschwister, Großeltern und Freunde zurück. Täglich wird in den einzelnen Familien dieser Kinder gedacht. Doch einmal im Jahr wollen weltweit Betroffene nicht nur ihrer eigenen Töchter, Söhne, Schwestern, Brüder, Enkel und Enkelinnen gedenken.
Quelle: https://www.veid.de/thema-trauer/weltgedenktag/, abgerufen am 08.12.2019

Kinder in ihrer Trauer begleiten

Vergangene Woche besuchte ich die Veranstaltungsreihe “Talk about death and love” im Darmstädter TIP – Theater im Pädagog. Organisiert und moderiert werden die Gespräche über den Tod und die Liebe von zwei Fachfrauen: Sabine Eller, Bestatterin und Trauerbegleiterin, und Christiane Wolf, Hospiz- und Trauerbegleiterin.

Zu Gast war diesmal Margit Franz, Dipl. Pädagogin, Päd. Fachberaterin, ehem. Kita Leiterin, Autorin. Ihr Standardwerk Tabuthema Trauerarbeit erscheint bereits in der 9. Auflage.

Bei Kerzenschein und stimmungsvoller Atmosphäre im Gewölbekeller erzählte Margit Franz von Kindertrauer und davon, wie Erwachsene Kinder gut begleiten können und warum das so wichtig ist.

Kleiner Auszug aus meinen Notizen (keine Gewährleistung auf Richtigkeit und Vollständigkeit):

Passend zum Thema: Trauern mit Kindern
Eine Sendung des Kitaradio – wöchentlich neu im Münchner Kirchenradio
Gleich reinhören: https://radio.mk-online.de

Der Dialog auf dem Podium erweiterte sich später zu einem Gespräch mit den Gästinnen und Gästen, die teils sehr persönliche Erfahrungen teilten. Vervollständigt wurde das Angebot durch einen Büchertisch.

Es war ein kurzweiliger, gehaltvoller Abend mit zwei sympathischen Veranstalterinnen und einer engagierten Margit Franz, die alles so gut und plausibel erklärte, dass ich mir wünschte, alle Eltern und pädagogischen Fachkräfte könnten sie hören.

“Talk about death and love – Gespräche über den Tod und die Liebe” ist ein tolles Format, dass das Thema “Umgang mit Verlust und Endlichkeit” nahbar macht. Weitere Informationen unter http://www.sterbenleben.de