Mit-Herausgeberin Ayse Bosse…

… freut sich über die ersten 3.000 Euro, die am 18. Oktober an den Ambulanten Hospizdienst für den Landkreis Wittmund e.V. übergeben werden konnten. „Du fehlst“ wurde bisher über 500x verkauft. 60% des Verkaufserlöses fließt in die Hospizarbeit.

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…und verschenkt drei Herzen. DANKE!

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Vom guten Umgang mit dem Tod in Kitas

kindergarten heute Ausgabe 10_2018Im aktuellen Heft 10_2018 von kindergarten heute, dem Fachmagazin für Frühpädagogik, ist ein Beitrag von mir erschienen.

Erinnerungen sind ein wertvoller Schatz
Wenn ein Kind gestorben ist

Aus dem Online-Inhaltsverzeichnis: kindergarten heute Ausgabe 10_2018
„Kaum ein Ereignis erschüttert eine Kita so stark wie der Tod eines Kindes. Pädagogische Fachkräfte sind neben der eigenen Betroffenheit auf mehreren Ebenen gefordert. Wie Sie in der schwierigen Situation reagieren und was Sie unterstützend tun können.“
Screenshot vom 04.10.2018 und Quelle Text: https://www.herder.de

Der Beitrag in 150 Wörtern
Auf den Tod eines Kindes reagieren viele Erwachsene mit Unsicherheit und Angst. In dieser Ausnahmesituation brauchen Familien Unterstützung. Pädagogische Fachkräfte können hilfreiche Möglichkeiten aufzeigen, wie Eltern mit ihren Kindern über den Verlust sprechen und sie in ihrer Trauer gut begleiten können. Wenn Eltern seitens der Kita spüren, dass sie mit ihren Bedürfnissen wahrgenommen werden, können sie ihre Kinder besser in ihrer Trauer begleiten. Tätig zu werden für die Familie des verstorbenen Kindes ist eine weitere Möglichkeit, mit der belastenden Situation umzugehen. Sinnvolles Handeln unterstützt die Verarbeitung und hilft über die eigene Machtlosigkeit hinweg. Deswegen ist es wichtig, die Eltern in die Überlegungen einzubeziehen und ihnen die Gelegenheit zu geben, selbst aktiv zu werden. Was den Umgang mit der betroffenen Familie angeht, ist es hilfreich, den Eltern zu signalisieren, für sie da zu sein.
Quelle: Der Beitrag in 150 Wörtern. kindergarten-heute. Ausgabe 10_2018. 48. Jg. Verlag Herder auf https://www.herder.de

Buch DU FEHLST

Kerstin Hau reistBuch DU FEHLST
Da ist es, das starke, zarte Buch für den guten Zweck: DU FEHLST – mittendrin TRAUMLEBEN, meine Erzählung.

Trauer – die große Unbestimmte
Mütter, Väter, Kinder, Freunde – wenn sie sterben, bleiben Menschen zurück, die mit dem Schmerz und der Sehnsucht leben müssen. Wie sieht sie aus, die Lücke, die ein Mensch hinterlässt?

Beide Herausgeberinnen wissen wie es sich anfühlt, jemanden lebenslang zu vermissen. Petra Schabergers Schwester starb in einem Hospiz, eine gute Freundin verunglückte bei einem Unfall, Ayşe Bosse verlor ihren Vater. Gemeinsam mit der Trauerbegleiterin Christa Lübken wählten sie aus 730 eingereichten Texten die 50 besten aus. Vorausgegangen war ein Schreibwettbewerb auf Blog Q5.

So entstand ein Buch, das nicht nur die vielen Facetten der Trauer zeigt, Bilder schenkt – vielleicht auch Trost – sondern die Leser*innen spüren lässt, dass sie in ihrem Erleben nicht allein sind. Die Anthologie holt betroffene Menschen in ihrer Gefühlswelt ab, scheut weder den Suizid noch den Tod von Kindern. Die kurzen Texte laden dazu ein, ins Gespräch zu kommen – mit sich selbst oder einem Gegenüber.

Das Authentische hinter den Geschichten dringt durch und zeigt, wie vielfältig die Wege sind, mit seinem Schicksal umzugehen. Stumme Wut, lauter Schmerz, Verwandlung. Alles ist möglich. Jede der 50 Geschichten spiegelt sich in einer eigenen Illustration wider, die Barbara Nagel zart und stark zugleich gestaltet hat.
Das Besondere: 60% des Verkaufserlöses spendet der Verlag an Hospizvereine.

Kurzvita
Petra Schaberger ist Mediengestalterin und Autorin. Mit ihrem Mann leitet sie Quintessenz – die Manufaktur für Chroniken. Sie betreut Die Kleine Chronik, den Blog Q5 und Buchprojekte im Q5 Verlag. Auf XING moderiert sie die Gruppe Bestattungskultur. Petra Schaberger lebt mit ihrem Mann in Heppenheim.

Ayşe Bosse ist Autorin, Schauspielerin und Trauerbegleiterin. Unter dem Namen Trauer-Power bietet sie Workshops für Kinder an. Ihr erfolgreiches Kindertrauerbuch „Weil du mir so fehlst“ ist 2016 im Carlsen Verlag erschienen und wurde mittlerweile in mehrere Sprachen übersetzt. Ayşe Bosse lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Hamburg.
Quelle Text: Q5 Verlag, Foto: privat

Hrsg. PETRA SCHABERGER, AYŞE BOSSE
DU FEHLST
Geschichten von Leben und Tod

Eine Anthologie mit 50 Geschichten.
Gebundenes Buch mit Illustrationen von Barbara Nagel
208 Seiten, 15,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-9819857-0-2
€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 27,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Q5
Erscheinungstermin: 20. Juli 2018
Titel ist lieferbar.

Von Kindern und Eltern


Quelle Video: Elifmusikofficial

Song „Doppelleben“ von ELIF
Ihr habt mir mein Leben doch geschenkt,
Doch ein Stück davon behaltet ihr.
Merkt ihr nicht, dass unsere Zeit verrinnt?
Wir könnten so viel tiefer gehen.

Wollt ihr denn nicht hören,
was in meinem Herzen klingt?
Fangt mich auf, einfach nur auf
und nehmt mich so, wie ich bin.

Ich will euch alles sagen können,
Damit ihr seht und versteht, wer ich bin.
Ich will euch alles fragen können,
Damit ich weiß, was noch geht und wohin.

Geheimnisse anvertrauen.
Einen neuen Boden bauen.
Den ganzen Fake aufgeben.
Schluss mit diesem Doppelleben.

Nichts mehr verstecken.
Den Kreis durchbrechen.
Ich geb euch meinen Segen.
Schluss mit diesem Doppelleben.
Schluss mit diesem Doppelleben.

Ja, ich bin und bleibe euer Kind,
Doch bei euch kann ich nicht mehr weinen.
Ihr habt’s ja selber besser nicht gelernt.
Sollte es bei uns nicht anders sein?

Quelle kompletter Songtext: http://lyricstranslate.com/


Quelle Cover: http://www.elif-musik.de

Reflexion der Kindheit
Erwachsene Kinder setzen sich mit ihrer Kindheit und der Beziehung zu ihren Eltern auseinander. Sie erkennen die Defizite, die gestörte oder fehlende Bindung, das Nicht-Gesehenwerden, Grenzverletzungen, unzureichende Spiegelung. Sie lösen sich aus einer Art – wie ELIF singt – Doppelleben. Das Netz ist voll von persönlichen Geschichten und Gedanken.

Haben sich die Kinder früher überwiegend aus Abhängigkeit in das Familiensystem eingefügt, reflektieren sie heute das Damals und distanzieren sich. Sie wollen sich nicht mehr verbiegen oder verletzen lassen. Sie wollen nicht mehr dem Bild entsprechen, dass die Eltern von ihnen gezeichnet haben.

Verschließen sich Eltern gegen eine selbstkritische Sicht oder fehlt den Kindern die Kraft für eine direkte Auseinandersetzung, kehren sie dem Elternhaus den Rücken. Sie versagen ihren Eltern die Teilhabe an ihrem Leben. Aufrecht gehen, nie mehr verbiegen – könnte ein Songtitel sein.

Zwischen den Kindern und den Eltern klafft ein Riss. Sprachlosigkeit. Fehlende Worte, begrenzter Zugang zu Gefühlen und Bedürfnissen, mangelnde Empathie. Es existieren Projektionen von Kindern, die es in echt gar nicht gibt, nie gegeben hat.

Man möchte Eltern fragen, ob sie die Menschen, die sie ihre Kinder nennen, überhaupt kennen? Sehen sie wirklich deren Persönlichkeit? Oder nur das, was ihren Vorstellungen entspricht bzw. davon abweicht? Wie viele elterliche Bedürfnisse muss ein Kind befriedigen?

Eine Mutter sagte mal kurz vor Weihnachten, sie habe ein Recht darauf ihren (erwachsenen) Sohn am 24.12. zu sehen. Hat sie das? Glauben Eltern wirklich, ein lebenslanges Recht auf einen Menschen zu besitzen, weil sie ihm einst das Leben „geschenkt“ haben? Oder ist es eher ihre Hilflosigkeit, die solche Sätze hervorbringt? Keine Belohnung, keine Bestrafung steuert den erwachsenen Nachwuchs. Die einstigen Machtinstrumente greifen nicht mehr. Die Forderungen der Eltern laufen ins Leere.

Wenn das Gehen weniger schmerzt als das Bleiben
Eine Beziehung, die auf Macht, vermeintlichem Recht, Abhängigkeit und überholten Grundsätzen baut, ist keine wirkliche Beziehung. Kleine Kinder sind dem ausgeliefert. Ihre Eltern tragen die Verantwortung. Erwachsene Kinder haben die Freiheit zu gehen. Echte Beziehung lebt von Augenhöhe, Austausch, Gleichwertigkeit, Offenheit und Einfühlung.
Eltern, die ihre Kinder heute als Befehlsempfänger sehen, mit Belohnung und Strafe dressieren und über ihre Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse hinweg regieren, brauchen sich in einigen Jahren nicht beklagen, dass ihr Nachwuchs nichts mehr von ihnen wissen will. Das Gehen schmerzt weniger als das Bleiben. Traurig ist es trotzdem.


Norbert Rogsch schreibt auf seinem Blog unter dem Titel Der Kontaktabbruch vom Kind zu seinen Eltern. Ein Missverständnis aus meiner Sicht: „Kontaktabbruch beginnt für mich schon in der Kindheit durch elterliche Erziehung, durch elterliches Fehlverhalten, durch elterliche körperliche und seelische Gewalt, durch elterliche Übergriffe, durch elterliche Grenzverletzungen gegenüber ihrem Kind, durch nicht oder falsch verstehen des Kindes, durch narzisstische Störungen der Eltern und durch Missbrauch ihrer elterlichen Macht….Demnach sorgt für mich das negative, destruktive Verhalten der Eltern alleine zu dem Bruch in der Eltern Kind Beziehung bzw. im Kontakt zwischen Eltern und Kind….“
Quelle: www.norbert-rogsch.com, abger. am 20.04.2018


Ingrid Riemann schreibt auf ihrem Blog: „Mein Mitgefühl gilt den verlassenen Eltern, meine Solidarität den verlassenden Kindern. Es erfordert Mut, den Schritt aus der Selbstverleugnung zu wagen, die tiefe Kluft der Entfremdung sichtbar zu machen und meistens alleine hinter sich selbst und seiner Entscheidung stehen zu müssen. Heute weiß ich – so hart dieser Schritt auch ist, er ist in vielen Fällen notwendig. Er hat wenig mit Egoismus zu tun und viel mit Haltung….“
Quelle: www.leben-zuhoeren.de, abger. am 20.04.2018


„Für einen bitterbösen Brief von ihren Kindern würde sie ein Vermögen geben“, heißt es auf den Seiten von Trauernetz Consolare – Trauer- und Lebensbegleitung in Krisenzeiten. Und weiter: „Dann wüsste ich, was ich falsch gemacht habe“, sagt die 52-jährige Mutter. Doch da ist nur Funkstille. Weitaus mehr Kinder als angenommen, brechen den Kontakt zu ihren Eltern ab. So viele, dass jetzt in Ebermannstadt erstmals im Landkreis eine Gruppe für Betroffene installiert wird….
Quelle: http://consolare.de/index.php/verlassene-eltern, abger. am 20.04.2018

Verlassene Eltern finden auf der Seite eine Liste mit Selbsthilfegruppen.

Buch „Du fehlst“ nimmt Form an

Screenshot Anthologie
Screenshot/Bildquelle: Q5 Verlag auf Blog Q5 vom 16.04.2018. https://blogq5.de/autoren-2/grandioses-cover-von-du-fehlst/

HUT AB! Das Team von Blog Q5 bzw. vom Q5 Verlag arbeitet in einem enormen Tempo. Ich freue mich sehr auf das fertige Buch und darüber, dass meine Kurzgeschichte darin enthalten sein wird.

Eine Kurzvorstellung des Covers mit Nennung aller Autor*innen gibt es HIER.

Anthologie für einen guten Zweck

Weil Du mir so fehlst – Geschichten von Leben und Tod hieß die Ausschreibung eines Kurzgeschichtenwettbewerbs auf dem Blog Q5 der Quintessenz Manufaktur für Chroniken.
729 Einsendungen wurden angenommen, 50 Autor*innen für eine Anthologie ausgewählt.
Und meine Kurzgeschichte ist dabei. Große Freude!
DANKE, liebe Jury.

Frisch vom Blog, dessen Team nun den Q5 Verlag gründet:

50 Autoren schrieben für einen guten Zweck
Ein Buch mit 50 Geschichten von Leben und Tod soll die Hospizarbeit unterstützen

Wir freuen uns jetzt die gesamte Liste aller Autoren hier vorzustellen und wir gratulieren allen herzlich. Die Rückmeldung und die Freude sind selbstverständlich groß. Beachtlich finde ich, dass sich viele Autoren überlegen, wie Sie dieses Buch bewerben könnten, damit ein nennenswerter Erlös an die Hospize geht. So ist dieses Thema, das sich um den Tod dreht, dann doch eines in dem viel Leben und Engagement steckt. Lesungen, Ausstellungen oder tatsächlich weitere Projektideen – täglich erreichen mich Emails, die mich sehr glücklich machen. Denn auch von Autoren, die nicht gewonnen haben, aber so kollegial sind und anbieten dieses wichtige Thema, diese wichtige Arbeit zu unterstützen. Diesen gilt mein ganz besonderer Dank.

Quelle: https://blogq5.de/2018/04/14/50-autoren-schrieben-fuer-einen-guten-zweck/, abger. am 14.04.2018

Bilderbücher über Abschied, Trauer und Tod

Jüngst suchte ich nach einer kommentierten Liste mit Bilderbüchern über Abschied, Trauer, Verlust und Tod. Auf dem Evangelischen Literaturportal e.V. wurde ich fündig. Für 2,- Euro + Versand gibt es dort das Themenheft: Tod – was ist das?

Themenheft TodDie kleine Sammlung aus dem Jahr 2016 beinhaltet 31 Titel, die mit Angaben zum Inhalt, thematischem Schwerpunkt, Zielgruppe und praktischen Anregungen vorgestellt werden; ergänzt durch die Empfehlung eines Fachbuchs.
Super Sache, dachte ich. Zack – zwei Hefte in den Warenkorb (für mich und eine befreundete Erzieherin), Formular ausgefüllt, bestellt. Wenige Tage später lag ein Umschlag in meinem Briefkasten.

Im Vorwort heißt es, dass das Angebot zu diesen Themen so facettenreich wie nie zuvor sei. Mehr als 100 Titel hätte die Auswahlgruppe (Fachfrauen der Literaturwissenschaft, der Theologie, der Bilderbuchkritik und der Psychologie) gesichtet und besprochen. Weniger als ein Drittel der Titel hat es in das Themenheft geschafft.

Die Auswahlkriterien werden erläutert, ebenso was kritisch beurteilt wurde und warum Bücher nicht aufgenommen wurden.

„Feststellbar war zudem, dass die Bücher pädagogisch immer versierter den Trauerprozess von Kindern nachbilden […]. Merkwürdig diskrepant erscheint da die Tatsache, dass immer noch die Mehrzahl der Bilderbücher auf klare und kindgerechte Sätze […] verzichten.
Auch fiel auf, dass die Darstellung der Großeltern in Text und Bild immer weniger mit der Erfahrungswelt von Kindern zu tun hat. […] Oftmals entsteht der Eindruck, dass es sich eher um die Urgroßeltern handeln könnte […]. Hier wünschten wir uns mehr Vielfalt in der Darstellung.“
Quelle: Evangelisches Literaturportal e.V. (Hrsg.). 2016. Tod – was ist das?. Göttingen: Verlag Die Werkstatt.

Gliederung:

  • Tiergeschichten vom Abschiednehmen (Neun Titel)
  • Abschied von alten Menschen (Acht Titel)
  • Abschied von einem Elternteil (Vier Titel)
  • Tod eines Kindes (Ein Titel)
  • Kinder fragen nach Leben und Tod (Drei Titel)
  • Bücher mit dem personifizierten Tod: Tod – wer ist das? (Vier Titel)
  • Biblische Geschichten von Hoffnung und Auferstehung (Zwei Titel)
  • Sekundärliteratur zum Thema (Ein Titel)

Das Heft lege ich allen ans Herz, die sich im Themenfeld „Tod im Bilderbuch“ orientieren und mit Kindern über Verluste oder das Lebensende sprechen möchten. Die vorgestellten Bücher erfüllen alle einen ästhetischen Anspruch, Sterben und Tod werden weder idealisiert noch verharmlost, Kindern wird nichts Unnötiges/Schweres aufgebürdet und ihnen wird keine unrealistische „schnelle“ Verlustbewältigung suggeriert.

Mein Tipp
Bücher nicht unreflektiert vorlesen. Vorab alleine lesen und sich selbst fragen: Wie empfinde ich die Geschichte? Was macht sie mit mir? Wie ist meine Haltung zu dem Thema? Persönliche Ergriffenheit oder Skepsis könnte Kinder verunsichern. Ein anderer Titel wäre womöglich besser geeignet.