Video zum digitalen Sommerfest der Mainautoren

Am 28.08.2020 feierten die Mainautoren ihr erstes digitales Sommerfest. Coronabedingt musste die geplante Netzwerk-Gartenparty leider ausfallen. Da die Mainautoren aber nicht auf einen Austausch verzichten wollten, wurde über Zoom gefeiert. Ganz nach dem Motto: Lieber online prosten, als gar nicht anstoßen. Sogar aus Afrika und Südamerika waren ein Kollege sowie eine Pädagogin zugeschaltet.

Für das Fest haben einige Mainautoren Videos gedreht, in denen sie sich vorstellen, etwas vorlesen oder von ihren Projekten erzählen. Schaut gerne auf dem Mainautoren-YouTube-Kanal vorbei.

In meinem Video lese ich einen Auszug aus der zweisprachigen Kinderzeitschrift Papperlapapp, Heft Nr. 17 vor. Die Geschichte “Welche Farbe hat der Himmel?” handelt von Farben und Perspektiven. Illustriert wurde sie von der fabelhaften Laura D’Arcangelo.

Wer die Geschichte von Anfang bis Ende hören will, kann sie hier oder hier (Audiodatei) anhören. Großartig vorgelesen von Diane Koenkamp.

Ein Video für die Vielfalt

Hui, wie aufregend! Für das bunte Online-Festival anlässlich der KIMI-Siegel-Verleihung durfte ich ein Video drehen und etwas über die Entstehung des Buches “Das Dunkle und das Helle” erzählen.
Wer das Video sehen mag, schaut auf dem kimi_kimbuk-Instagram-Account vorbei: https://www.instagram.com/p/CDJUHZ5IrNS/
Quelle Screenshot: https://www.instagram.com/p/CDJUHZ5IrNS/, abger. 28.07.2020

Das KIMI-Team entwickelt Vielfaltskriterien, anhand derer sich nicht nur bereits auf dem Markt existierende Bücher für das Siegel qualifizieren können – sondern die Verlagen, Autor*innen und Illustrator*innen helfen, vielfältige Bücher zu entwickeln.
Im Fokus stehen dabei bisher People of Color, LGBTIQ, Menschen mit Behinderung, mit Fluchterfahrungen und interkulturellen/interreligiösen Lebenswirklichkeiten – ebenso wie vielfältige Familienkonzepte und Armutserfahrungen.

Quelle: https://kimi-siegel.de

Ausgezeichnet mit dem KIMI-Siegel

Was für eine großartige Auszeichnung für DAS DUNKLE UND DAS HELLE!

Das KIMI-Siegel steht für Vielfalt im Kinder- und Jugendbuch und wird zum zweiten Mal verliehen. Aus 370 eingereichten Büchern wählten die Jurys 9 Longseller, über 130 Bücher und Hörbücher, die das KIMI-Siegel erhalten, sowie 40 positive Erwähnungen.

Die Jury-Begründung findet ihr auf: https://kimi-siegel.de

Einen großen Dank an all die engagierten Leute, die diese Auszeichnung möglich machen.

DAS DUNKLE UND DAS HELLE ist ein außergewöhnliches und sehr feinfühliges Buch.
Vielfaltskriterien: Fremdheitserfahrung, Mut und Freundschaft
KIMI-Faktor: Dieses Buch zeigt, dass es sich lohnt, Mut zu fassen, Grenzen zu überwinden, um sich das Fremde zu eigen, sich zum Freund zu machen.
Jurystimme: „Kerstin Hau erzählt von den schönen und traurigen Seiten im Leben. Julie Völk illustriert feinstrichlich gefühlvoll. Gemeinsam erzählen sie, wie Krisen überwunden werden können. Ein Buch für viele Lebenslagen.“

Quelle: https://kimi-siegel.de/2020/07/02/kerstin-hau-das-helle-und-das-dunkle/

Quelle KIMI-Logo: https://kimi-siegel.de

Pappbilderbuch von Nadia Budde

Wer kennt ihn nicht, den Zimmerzauser?
Nadia Buddes Pappbilderbuch EINE WOCHE DRIN ist mein Corona-Drinbleiben-Highlight.

Das Buch beinhaltet wunderbare Wortkreationen wie Villaschwitzer, Vorhangbeißer oder Häuschentuffel, dazu Reime – “Sockenfesseln. Kistenflitz. Drinnen bleiben ist ein Witz” – und komische Figuren, die uns im charakteristischen Nadia-Budde-Stil von Montag bis Sonntag durch die Woche begleiten. Bunt, schräg, witzig.


Die monströsen BewohnerInnen mutieren zu so manchem Möbelstück oder Haushaltsgegenstand. Wie das eben so ist, wenn Familien in der Wohnung bleiben.

Doch Nadia Budde macht Hoffnung. Sie lässt uns alle wieder raus. Was montags drinnen beginnt, endet sonntags mit “Dielenklapper. Beulenwände. Irgendwann ist es zu Ende!”

Ganz genau!
So ist es.
Aushalten. Durchhalten. Drinnen lachen.
Irgendwann geht es vorüber und das Draußen hat uns wieder.

Kinder und Erwachsene werden mit dem Buch ihren Spaß haben. Die witzigen Wortkreationen und Reime laden dazu ein, eigene Namen zu erfinden. Ist Mama zum Kissenbrummer geworden? Hat sich Papa in eine Budenscheuche verwandelt? Wo sind die Höhlenmutzel?

Ein Buch, das einen humorvollen Blick auf den Ausnahmezustand während der Pandemie gewährt. Vielleicht ein buntes Stück Erinnerung, wenn in einigen Jahrzehnten die Kinder fragen: Wie war das damals in 2020?

Als E-Book im Antje Kunstmann Verlag erhältlich:
EINE WOCHE DRIN
Nadia Budde (Text + Illustration)
ISBN 978-3-95614-422-6
Ab 3 Jahren

Gedruckt und in limitierter Auflage lockt das Büchlein in Nadia Buddes Shop. Dort habe ich es entdeckt und gekauft.

Igel im Garten

Mitten in der Nacht faucht, schnauft, keucht es im Garten. Was ist das? Welches Tier verursacht solche Geräusche? Eine angefahrene, verletzte Katze? Ein Marder? Ich kann nichts entdecken.

Dann die Überraschung am Morgen: zwei Igel sind’s, die sich vergnügen.
Die putzigen Stacheltiere sind in Paarungslaune, erfahre ich von Birgit Rieden vom Verein Igelburg Mossautal.

“Die Hauptfortpflanzungszeit liegt zwischen Juni und August. Nach etwa 35 Tagen Tragzeit kommen vier bis fünf Jungigel zur Welt. Diese sind bei der Geburt 12 bis 25 Gramm schwer, rund sechs Zentimeter lang und tragen etwa 100 weiße Stacheln – Erwachsene Igel haben hingegen 6000 bis 8000 Stacheln –, die in die aufgequollene Rückenhaut eingebettet sind. Augen und Ohren beginnen sich erst nach zwei Wochen zu öffnen. Die Igeljungen werden rund 42 Tage gesäugt. Kurz danach sind sie selbständig und bei der Futtersuche auf sich selbst angewiesen. In diesem Lebensabschnitt beträgt ihr Gewicht etwa 300 Gramm.”
Quelle Text: NABU, https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/sonstige-saeugetiere/10302.html

Damit die beiden in der Hitze Energie tanken können, stelle ich einen Teller mit Hundefutter (Katzenfutter wäre gut, aber Hundefutter ginge auch, so Birgit Rieden) und eine Schale mit Wasser in ihre Nähe. Und siehe da. Ein paar Stunden später ist der Futterteller leer.

Den Igelleuten scheint’s im Garten zu gefallen. Nun baue ich ein Igelhaus aus alten Ziegelsteinen.
Mal sehen, ob’s der Igelfrau behagt und hier bald kleine Stachelfreunde unterwegs sein werden.
Spannend!

Wasserschildkröte gefunden

Fundwasserschildkröte
Fundwasserschildkröte
Fundwasserschildkröte

Diese Wasserschildkröte habe ich letztens bei einer Hunderunde gefunden. Sie lag auf einem staubigen Feldweg in der prallen Sonne nahe eines Erdbeerfeldes. Weit und breit kein Tümpel, kein Teich, kein See, kein Bach. Nichts als Sonne und Sand.

Es scheint eine Zierschildkröte zu sein.
Artbestimmung Wasserschildkröte

“Fremdländische Arten wie amerikanische Zier- und Schmuckschildkröten dürfen nicht einfach in der Natur ausgesetzt werden, da sie großen Schaden anrichten können.”
Quelle: https://www.nabu-mkk.de/ag_sumpfschildkroete_fragen.pdf

Wie kam das Tier auf den Feldweg?

Hat die WASSERschildkröte vielleicht gedacht: “Ach, heute packt mich die Wanderlust. Es ist so ein schöner Tag. Der Himmel ist blau, die Sonne knallt, die Luft knistert vor Hitze, seit Tagen hat es nicht mehr geregnet, ich gehe mal auf Wanderschaft und schaue, wie weit mich meine Krallenfüße tragen.”

Mag sein, dass es solche Artgenossen gibt. Aber Zierschildkröten sind hierzulande Terrarien-Tiere. Daher vermute ich, dass sie von einem Menschen ohne Gewissen und Verantwortung ausgesetzt wurde. Hätte sie am Hitzschlag sterben sollen?

Natürlich habe ich das Reptil mitgenommen. Erst in den feuchten Klee gesetzt, dann in etwas Wasser. Recherchiert: Was benötigt es, um vorübergehend gut versorgt zu sein? Was frisst so ein Tier?

Ich habe der Fundkröte ein Becken mit einem Wasser- und einem Landteil eingerichtet, zwei rohe Garnelen aufgetaut, die sie – HAPS HAPS HAPS – mit wenigen Bissen verschlungen hat, habe Löwenzahn, Salatblätter und zwei Teichrosenblätter ins Wasser gelegt, dann E-Mails geschrieben und telefoniert.

Auffangstationen und Tipps zur kurzfristigen Unterbringung

Wegen eines Feiertags erreichte ich das Tierheim Darmstadt erst am dritten Tag.
Die Wasserschildkröte durfte umziehen.

Warum ich das hier erzähle?
Weil es mich ärgert, wenn Tiere wie Dinge behandelt werden.
Wer ein Tier – ein Lebewesen(!), keine seelenlose Sache – besitzt, ist für sein Wohlergehen, für sein Leben verantwortlich.
Wer es nicht mehr versorgen will oder kann, sollte sich wenigstens gewissenhaft um ein neues Zuhause kümmern.

Tasso: Tiere aussetzen kein Kavaliersdelikt
Tierschutzgesetz