Kinder. Bücher. Lesen.

In Büchern kämpfen, lieben, leiden und zaubern wir, lösen Konflikte und Probleme, bestehen Abenteuer, erleben eine Bandbreite an Emotionen, lassen uns berühren und mitreißen. Figuren wachsen uns ans Herz, werden zu inneren Begleiter*innen. Wer liest, trainiert Einfühlungsvermögen und Vorstellungskraft.

Lesen bedeutet viel mehr, als einzelne Buchstaben aneinanderzureihen, zu einem Wort und einem Satz zusammenzufügen. Wer durch Lesen in andere Welten eintaucht, verschiedene Charaktere kennenlernt, Handlungsmuster erkennt, gewinnt Aha-Erlebnisse und hinterfragt bestenfalls nicht nur das eigene Tun.

Was geht in Köpfen anderer Leute vor?
Warum handeln Menschen so?
Wie fühlt es sich an, in einer anderen Haut zu stecken?

Die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Themen regt an und wirkt nach. Mit Büchern finden Kinder eigene Antworten. Bücher lassen Kinder wachsen, vergrößern ihren Wortschatz, verdeutlichen Zusammenhänge, erweitern Wissen. Bücher zeigen Neues, Fremdes, bieten Reflexionsfläche oder Spiegelung. Bücher helfen Kindern, das Leben besser zu verstehen.

Wer liest, lernt zu verstehen. Wer versteht, kann Fragen stellen. Und wer Fragen stellt, kann Dinge verändern.
Quelle: Manuela Hantschel. Vorsitzende des Bundesverbandes Leseförderung. Das Buch als Übungsplatz für Empathie.

Buntes Leseleben

Regelmäßig wächst bei mir ein Bücherdorf. Eine kleine Auswahl aktueller Nachttisch-Bewohner.
Bücher Mai 2018

Siri Hustvedt
Die Illusion der Gewissheit

Eva Meijer
Die Sprachen der Tiere

Peter A. Levine
Sprache ohne Worte
Wie unser Körper Trauma verarbeitet und uns in die innere Balance zurückführt

Anna Lott
Moppi und Möhre – Abenteuer im Meerschweinchenhotel

Anna Lott
Tildas Tierbande – Ein Wollschwein im Wohnzimmer

Martin Buber
Die Erzählungen der Chassidim

Paul Ekman
Gefühle lesen
Wie Sie Emotionen erkennen und richtig interpretieren

Emily Dickinson
Sämtliche Gedichte

James Krüss
James‘ Tierleben

Andri Hinnen, Gieri Hinnen
Reframe it!
42 Werkzeuge und ein Modell, mit denen Sie Komplexität meistern

Megan Shepherd
Die Geheimnisse von Briar Hill

Ein Buch ist eine ganze Welt

Was definiere ich als Buch?
BücherstapelIch unterscheide zwischen dem gedruckten und dem elektronischen Buch.

Das gedruckte Buch: Zwischen zwei Pappdeckeln – fest oder weich – wird Geistiges in gedruckter Form, (meist) auf Papier, gebündelt. Ein Buch trägt einen Titel, erscheint nicht periodisch. Für die Aufbewahrung braucht es ein Regal, einen Schrank, eine Kiste, einen physischen Raum. Ein gedrucktes Buch kann ich überall hin mitnehmen, anschauen, anderen zeigen, ausleihen, darin lesen und blättern. Dabei rascheln die Seiten. Anfangs riecht ein Buch nach Papier und Farbe. Später riecht es nach seinem Besitzer.

Das elektronische Buch: Geistiges in geschriebener Form auf verschiedenen Datenträgern. Das E-Book trägt einen Titel, erscheint nicht periodisch. Ein elektronisches Bild ersetzt den Pappdeckel. Die stabilisierende und schützende Funktion ist überflüssig. Das zierende Cover bleibt (nicht überall). Beim elektronischen Buch entfallen die weiteren Sinneseindrücke. Aus Seitenblättern wird Wischen, der Platz im Regal bleibt frei.
Jetzt ein Buch!
Sprach- und Leseförderung ist unsere Zukunft.
Sprache ist das grundlegende Element menschlicher Bildung. Doch Sprache meint mehr als Buchstaben, Wörter, Sätze; Sprache ist der Schlüssel, sich selbst, die Welt, das Leben in ihrem tieferen Sinn auch lesen, verstehen und gestalten zu können.
Nur wer Sprache beherrscht, vermag die Welt zu entdecken.
Quelle: Verein zur Förderung der Sprach- und Lesekultur bei Kindern e.V., abgerufen am 02.03.2018

Der Verein LeseLeben e.V. hat sich die Förderung von Sprach- und Lesekultur zur Aufgabe gesetzt. Das geschieht vor allem durch Empfehlungen von geeigneten Kinderbüchern.