„OBACHT!“ ist geschlüpft und feiert heute Buchgeburtstag!
Vielen Dank an alle, die das Buch-Kind so fein umsorgt haben, ihm beim Wachsen geholfen, es freundlich betreut, wunderschön bekleidet und liebevoll begleitet haben. Jetzt ist es draußen und mischt sich unter die kleinen und großen Wesen dieser Welt. Ich bin gespannt, was es erlebt.
Vielen Dank allen, die es mit uns feiern!
Der NordSüd Verlag hat kräftig gewirbelt, damit möglichst vielen Kindern eine „Obacht!“-Teilhabe ermöglicht wird. Schaut auf der Website unter https://nord-sued.com/programm/obacht/
Dort findet ihr eine Leseprobe, Lehrmaterialien für die 1.-4. Klasse, erstellt von Tina Rausch, eine HÖRFUX-Fassung zum kostenfreien Download, gesprochen von Andreas Krämer und ein Bilderbuchkino als PDF.
Herzlichen Dank für alles an Nina Grünberger, Herwig Bitsche und dem gesamte NordSüd Verlag AG-Team!
Als Autorin und Geschichtenmutter ist es für mich jedesmal ein großer Moment, wenn das, was in mir über Monate, manchmal Jahre keimt, reift und sich formt, in die Welt der Urteile und Bewertungen entlassen wird. Denn mit jeder meiner Geschichten, jeder meiner Figuren, gebe ich einen Teil von mir preis. Es sind nicht „nur“ Kopfgestalten, die da in den Geschichten wandern. Es sind Anteile meiner Persönlichkeit, meiner inneren Welt, mir sehr vertraute Geschöpfe. Unsichtbares wird sichtbar und kann so Kinder und Erwachsene anstupsen, ihnen eine Freundin oder ein Freund werden.
Tausend DANK an Stella Dreis und allen Illustrator:innen, die ihr dem Unsichtbaren Gesichter schenkt! Danke, dass ihr euch einfühlt, in eure Welten taucht, Schätze hebt und aufs Papier bringt!
Schreiben und Veröffentlichen stehen sich gegenüber. Schreiben ist für mich ein intimer, stiller Wachstums- und Entwicklungsprozess. Eine Zeit der Ruhe und des Flows. Sich der Öffentlichkeit mit einem Werk zu stellen, bedeutet für mich, dass es laut und trubelig, aber auch kratzig werden kann. Das bedeutet loszulassen, was vorher vertraut war und nur mir gehörte. Bedeutet, Kontrolle aufzugeben, aushalten zu können, dass nicht jeder und jedem gefällt, was da erzählt wird. Wenn aus einem Text ein Buch wird, erweitert sich nicht nur die Anzahl der „Erziehungsberechtigten“.
Ein Manuskript bei einem Verlag einzureichen, ist die erste Hürde, die Mut verlangt. Der nächste Schritt ist das Überarbeiten des Textes. Welche Änderungswünsche, Anmerkungen, Vorschläge schickt das Lektorat? Von was muss ich mich trennen? Was verändern? Dazu die Wahl der Illustratorin oder des Illustrators. Wer wird den Figuren und der Geschichte ein Gewand geben? Werde ich mich damit wohlfühlen? Alles Schritte, die Ablösung erfordern.
Wenn am Ende ein Buch erscheint wie heute „Obacht!“, hat es bereits einen Weg zurückgelegt, Prüfungen überstanden. Mit lachenden Augen und ein bisschen Herzzwacken kann ich sagen: „Viel Erfolg und gute Reise! Du machst das gut! Du schaffst das! Wie schön, dass es dich gibt.“

