Mein Buch-Tipp im Eselsohr

Eselsohr – Fachzeitschrift für Kinder- und Jugendmedien
Im Juni las ich in der Zeitschrift Eselsohr einen interessanten Beitrag von Kathrin Köller, Autorin, Fachjournalistin und erfahrene Bücherfrau. Köller spürte der Frage nach, ob und wie unsere multikulturelle Realität in Kinderbüchern dargestellt wird. Sofort fiel mir damals als positives Beispiel das Vorlesebuch von Anne Böhme ein: Eddi Error – Unser Roboter krempelt alles um.
Eine E-Mail ging an die Redaktion der Zeitschrift. Nichts geschah. Bis heute Mittag.

Eselsohr Ausgabe September 2017Bis mich eine liebe Freundin auf eine Rezension mit der Überschrift „Unbedingt lesen!“ in der druckfrischen Eselsohr-Ausgabe verwies.

„[…] Kinder ab sechs Jahren jedenfalls und ihre erwachsenen Vorleser werden den Roman von Anne Böhme lieben. Den absoluten Kindskopf Eddi mit seiner Robotersprache muss man einfach mögen, allerspätestens wenn man die Illustrationen von Susanne Göhlich entdeckt, die den kleinen Helden mit Antennen und Knöpfen und einer ganzen Palette an kindlichen Gefühlen ausstattet. Ihre liebevollen Charaktere ergänzen den Charme des sehr dialogischen Textes auf wundervolle Weise. Eddi Error zaubert etwas Fantastisches in unseren Familienalltag. Unter Mithilfe übrigens vom Nachbarsjungen Araad und dem türkischen Gemüsehändler Herrn Sen, die eine feste Größe im Leben der Kinder sind und ohne die der Showdown am Schluss nicht so erfolgreich ausgegangen wäre. Eddi Error wurde uns von Leserin Kerstin Hau nach der Lektüre des Artikels zu „Diversität im Kinderbuch“ empfohlen. Und sie hat Recht, hier stimmt einfach alles. Vielen Dank für diesen tollen Tipp. Kathrin Köller“
Quelle: Köller, K. (2017): Rubrik Erlesen „Unbedingt Lesen!“. Eselsohr. München: Leseabenteuer GmbH. 36 Jg., Heft 9, S. 22.

Wow!, dachte ich. Das freut mich. „Gern geschehen, Frau Köller.“

Vorlesebuch für Minimenschen

Vor 25 Jahren erblickte, viel zu früh und mit nur 900g Geburtsgewicht, mein Patenkind das Neonlicht der Kinderintensivstation. Eine Handvoll Leben, um das wir gezittert haben. Seine Eltern erlebten ein Auf und Ab der Gefühle. Gott sei dank wurde aus dem winzigen Menschlein ein junger Mann, der munter seinen Weg geht, gerne feiert und Motorrad fährt.

Das Buch Eine Stimme für Frühchen – Geschichten zum Vorlesen am Inkubator erinnert mich an diese Zeit. Hätte es das Buch damals gegeben, hätte ich es den Eltern meines Patenkindes geschenkt.
Besondere Kinder brauchen mutige Eltern. Besondere Bücher brauchen mutige Verlage.